Die besten Ausreden, wenn man erwischt wird!
Hier Topaktuell! Der Fall Windhexe live im Internet. Die Auktion wurde nun von Windhexe vorzeitig beendet! Das ist super! Danke!
| Die Ausrede | Das Angebot |
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Am 19.11.02 erhielt ich die unten aufgeführte Email. Da ich diese Marke mit gutem Gewissen für den Bekannten (er ist Polizeibeamter!!!) zur Auktion angeboten habe, werde ich die Marke nicht eher verkaufen, bis ein Gutachten erstellt ist. Ich habe heute bereits ein Schreiben an Ebay gesendet. Im Übrigen möchte ich dem Herrn von der briefmarken.ag (Name bekannt) empfehlen, etwas vorsichtiger in der Wortwahl zu sein, wenn er Emails verschickt!!!!!! Hier der Link zum Originalangebot |
![]() Ein falsch gestempeltes Stück Buntpapier. Jedenfalls keine echte Marke. Im "Stempel" kann man am Schluss des Ortsnamens "CH" lesen. Auf Helgoland gibt es nur einen Ort. In dem Namen kommt kein "CH" vor. Oder gab es auch "Helgobach"? Der Startpreis: € 500,00 ! Ein echtes Schnäppchen! Viel Spaß beim bieten! |
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Nun kommt die Phase der Rechtfertigungen. Das war bisher in allen Fällen so. Diese Phase endet jedoch in der Regel mit dem Bekannt werden des Prüfergebnisses. Hier das "Rechtfertigungsmail": Lieber Herr Kraft, Noch ein Kommentar: Hier steht nirgendwo, dass "Windhexe" ein Betrüger ist. Hier wird ein Angebot vorgestellt, bei dem ein falsch gestempelter Neudruck (Mi.-Wert Euro 3,- für ungestempelt) für EURO 500,00 angeboten wird. Für besonders seriös halten wir das natürlich nicht. Ob man ein Angebot macht, dass wie Betrug aussieht oder ob man ein Betrüger ist, hängt von vielen hier unbekannten Faktoren ab und wird ausschließlich von Gerichten entschieden. Ich denke das Windhexe auf mein erstes Mail anspielt. Das ist beim Originalangebot von ihre selbst veröffentlich worden. Die schärfsten Formulierungen daraus sind: ... "Zum Superbetrugspreis von € 500,00. Schämen Sie sich!" Ich finde, dass ist einfach nur die Wahrheit (außer, ich irre mich und es ist doch eine echt gestempelte Marke aus Helgobach). Eine 3,- Euromarke, dazu noch mit Kinderpostfalschstempel für EURO 500,00 angeboten! Das ist ein Ultrasuperspezialbetrugsgangsterpreis! (Wem noch ein besseres Wort einfällt, möge es mir schreiben). Diesen Preis muss man so nennen. Und wer das macht, der wird von mir nicht als Betrüger bezeichnet, sondern soll sich einfach nur schämen. Was ist daran verwerflich? Mangelnde Scham, mangelndes Unrechtsbewusstsein, Illusionskapitalismus und der Unwille den Katalog vollständig zu lesen, wenn man erst einmal die hohe Notierung für die vermeintliche Rarität gefunden hat, sind erst die Ursache für solche Angebote. Niemand käme auf die Idee eine falsche Rolex oder einen falschen Goldbarren bei Ebay als echt anzubieten. Bei Briefmarken sieht das leider völlig anders aus. |
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Höflich, wie ich nun einmal bin, habe ich ein
paar Zeilen zurück geschrieben. Auch ein Anfängerkurs "Wie erkenne ich
falsche Helgolandmarken" war gratis beigefügt: |
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Ich habe die Firma Borek um eine
Stellungnahme gebeten. Diese kam prompt: Dem ist nichts hinzuzufügen. Das Haus Richard Borek ist eines der ältesten und größten Briefmarkenhäuser der Welt. Damit Sie, liebe Leser, wissen worum es geht: Helgoland Mi. Nr. 8, gestempelt. Die Marke kostet ungebraucht EURO 30,00, echt gestempelt EURO 2.800,00. Windhexes Angebot: Startpreis EURO 500,00. Offensichtlich soll es sich also um ein echtes, gestempeltes Stück handeln. Das geht auch zweifelsfrei aus der Beschreibung hervor. Für die wirtschaftliche Beurteilung ist es also sekundär, ob die Marke echt ist. Es geht darum, ob der Stempel echt ist. Nun kann nicht jeder Verkäufer oder jede Verkäuferin ein Spezialist für Helgoland sein. Deshalb auch der lobenswerte Hinweis auf den zuständigen Bundesprüfer. Frau Windhexe war auch wirklich bei Borek im Laden und hat die richtige Anschrift des Bundesprüfers bekommen. Selbstverständlich ist es auch nicht die Aufgabe der Verkäufer Marken zu prüfen. Unabhängig davon ist aber auch die Marke nicht echt! Woran man die Neudrucke (Leipziger und Hamburger Neudrucke, Michelwert je EURO 3,00 - um diese Marke handelt es sich) und auch einen Teil der primitiven Fälschungen erkennen kann, steht im Absatz oben und auch im Michel-Spezial in einem Kasten genau vor Mi.-Nr. 8). Den Michel darf ich aus Copyrightgründen nicht abbilden. Sie dürfen aber einen kaufen. Literatur macht schlau! Hier die Bilder dazu: |
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Ein anderes Beispiel:
| Die Ausrede | Mein Kommentar |
| Mein 14 jähriger Sohn hat die Marke ohne mein Wissen bei Ebay eingestellt. Hier der Fall dazu. Klicken Sie auf die Marke | Bei mir geht das nicht. Ich habe massenhaft Kinder. Niemand kennt jedoch mein Ebay-Passwort, außer mir. |
| Schreibe ich hier etwa, dass mein Angebot echt ist? | Demnächst |
| Diese Marke hat ein bekannter Auktionator, der gleichzeitig Vorsitzender des APHV Niedersachsens ist, mit mir begutachtet. | Demnächst |
| Ich bin selbst betrogen worden | Demnächst |
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"Da die angebotene Marke aber nicht geprüft ist, kann ich insoweit naturgemäß keine Garantie übernehmen" "... bin ich persönlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der Echtheit der Marke überzeugt." "Die Marke stammt jedoch aus dem Nachlass eines mir persönlich bekannten Sammlers, der ein Spezialist auf diesem Gebiet war." |
Ohne Kommentar und siehe beim ersten Fall. Dort finden wir alle diese Ausreden zusammengefasst. |
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